LVA Labor

Molekularbiologische Methoden haben sich in der jüngeren Vergangenheit als unverzichtbares Hilfsmittel etabliert, um spezifische biologische/chemische Sequenzen oder Strukturen in geringen Spuren in einer Probe nachweisen zu können (z.B. Allergene oder gentechnische Veränderungen). Sie hilft auch bei der Beantwortung der Frage, ob in einem Produkt auch das enthalten ist, was laut Deklaration Bestandteil sein soll (z.B. bestimmte Tierarten). Der große Vorteil dieser Verfahren ist ihre hohe Spezifität und Sensitivität, also die Eigenschaft, nur jene Moleküle oder DNA-Sequenzen inmitten vieler ähnlicher nachzuweisen, die wirklich von Interesse sind. In der LVA GmbH kommen hierfür ELISA- und PCR-Methoden zur Anwendung.

Die Grundlage des ELISA-Verfahrens ist eine hochspezifische Antigen-Antikörper-Reaktion. Die Proteine werden aus dem Lebensmittel extrahiert, die Extrakte auf ein Microtiter-System aufgebracht, welches mit spezifischen Antikörpern gegen das jeweilige Protein beschichtet ist. Falls das gesuchte Protein vorhanden ist (das Antigen), bildet sich ein Antigen/Antikörper-Komplex. Nicht gebundene Anteile werden im Waschschritt entfernt. Danach erfolgt die Zugabe eines zweiten spezifischen Antikörpers, der den gebundenen Komplex erkennt und daran bindet. Dieser zweite Antikörper ist mit einem Enzym gekoppelt, welches für die Visualisierung (und damit Quantifizierung) des Antigen/Antikörper-Komplex verwendet wird.

Bei der RealTime PCR (Echtzeit Polymerase Kettenreaktion) wird eine charakteristische DNA-Sequenz im Erbgut des Zielorganismus erkannt und in wiederholten Kopierschritten solange vervielfältigt, bis ein ausreichend starkes Signal erzeugt wird, das mit einem Thermocycler gemessen werden kann. Bei modernen Real-Time-PCR-Geräten erfolgt diese Detektion im Gegensatz zu früher, wo das fertige Reaktionsprodukt in einem Elektrophorese-Gel aufgetrennt werden musste, mittels Computer am Ende der Reaktion. Zusätzlich ist eine semiquantitative Aussage möglich.

In unserer molekularbiologischen Abteilung untersuchen wir Lebensmittel und Futtermittel mittels anerkannten und standardisierten Verfahren, die zum überwiegenden Teil nach EN ISO 17025 akkreditiert sind. Zu unserem Leistungsumfang gehört:

Untersuchung von Allergenen und Gluten mittels ELISA und PCR
Die Untersuchung auf allergene Bestandteilen von Lebensmitteln kann mittels ELISA und PCR erfolgen. Der Vorteil des ELISA-Verfahrens besteht darin, dass nur intakte Proteine nachgewiesen werden, wodurch nur deren tatsächliches allergenes Potential erfasst wird. Die PCR eignet sich daher vor allem für ein Allergen-Screening, da bereits geringe Spuren DNA nachgewiesen werden, und aus einem Probenextrakt auf eine Reihe von Allergenen untersucht werden kann.

Hinweis: Das ELISA-Verfahren wird nicht für alle Allergene angeboten.

Gluten ist kein Allergen, sondern ein Bestandteil von Weizenkörnern, welcher für Menschen, die unter Zöliakie leiden, ein Problem darstellt. Die Glutenbestimmung hat somit Bedeutung in der Qualitätskontrolle und bei der Auswahl von Lebensmitteln für Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit.

In der LVA GmbH bieten wir den Nachweis aller relevanten Allergengruppen an.

pdfProduktdatenblatt Allergene in Lebensmitteln

Authentizitätsprüfung von Lebensmitteln
Bei wertbestimmenden Lebensmittelbestandteilen kann es erforderlich sein, das Vorhandensein dieses Bestandteils, bzw. den etwaigen Einsatzes eines billigeren Bestandteiles nachzuweisen. So sollte sich in einem Rinderfaschierten die Tierart Pferd nicht nachweisen lassen, ebenso wenig die Tierart Rind in einem reinen Schafmilchkäse. Auch bei Gewürzen besteht die Gefahr, dass minderwertigere Bestandteile beigemischt werden, um das hochwertige Gewürz zu strecken. In diesen Fällen kann eine PCR-Analyse Gewissheit verschaffen.

In der LVA GmbH führen wir eine Vielzahl von Tierarten-Bestimmungen und andere Authentizitätsprüfungen durch. Kontaktieren Sie uns bitte für bestimmte Fragestellungen.

pdfProduktdatenblatt Tierartenbestimmung

Nachweis von gentechnisch veränderten Organismen (GVO)
Sind in einem Produkt oder einer Zutat Bestandteile eines zugelassenen GVO von mehr als 0,9 % nachweisbar, muss dies gekennzeichnet werden. Beträgt der Anteil aber weniger als 0,9 %, vor allem, wenn nachgewiesen werden kann, dass es sich um technische Zufallsbeimischungen handelt, sind diese Produkte von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen.

Die Nachweisgrenze unserer Methoden liegt bei einem reinen Produkt bei weniger als 0,01 %. Somit kann das Vorhandensein des GVO auch in einem Spurenbereich bis zu 0,1 % nachgewiesen werden. Die Grenze der Quantifizierbarkeit liegt bei 0,1 %.

Der erste Schritt dient dazu festzustellen, ob in einem Produkt DNA-Sequenzen enthalten sind, die häufig in gentechnisch veränderten Pflanzen vorkommen. Dazu wird in der LVA ein Screening-Verfahren durchgeführt, welches einen Hinweis liefert, ob im Produkt GVO enthalten sind oder nicht. Liefert das Screening ein positives Ergebnis, bieten wir als zweiten Schritt eine Identifikation an. Damit kann festgestellt werden, ob es sich um eine zugelassene oder nicht zugelassene GVO-Pflanze ("Varietät") handelt. Bei zugelassenen DNA-Sequenzen besteht anschließend die Möglichkeit, mit einer quantifizierenden Analyse den Prozentanteil der gentechnisch veränderten DNA bezogen auf die Zutat im fertigen Lebensmittel zu ermitteln, z. B: "Roundup Ready" - Soja in einem Brotaufstrich.

pdfProduktdatenblatt GVO

Unser Team besteht aus geschulten und erfahrenen Mitarbeitern, die einer fortlaufenden Weiterbildung unterzogen werden. Natürlich halten wir uns auch über die neuesten Analysenverfahren und Methoden am Laufenden, um Ihnen jene Analysen anbieten zu können, die für Ihre jeweiligen Bedürfnisse am besten geeignet sind.

Kontaktieren Sie uns!

Gerne erstellen wir für Sie ein maßgeschneidertes Angebot. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

LVA GmbH
Telefon: +43 2243 26622-0
Fax: +43 2243 26622-54210
E-Mail: