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Das Wissen über Lebensmittelsicherheit ist für angehende Diplomierte Gesundheits- u. Krankenpflegekräfte im Sinne des Selbstschutzes und der eigenen Gesundheitsförderung unumgänglich. Wichtig ist es aber auch aus beruflicher Sicht und kommt Klienten im häuslichen Bereich zugute, weil diese dann richtig beraten werden. Daher besuchte eine Klasse der Gesundheits- u. Krankenpflegeschule am Wilhelminenspital mit ihrer Lehrerin Maga. B. Wawschinek-Steuding im Rahmen des Hygiene- und Mikrobiologieunterrichts die LVA, das führende private Kompetenzzentrum für Lebensmittelsicherheit, am Standort in Klosterneuburg. Ziel war es, einen Einblick in die Fülle der Keime und deren Gefahren rund um Gebrauch und Verzehr von Lebensmitteln zu erhalten.

Eine Studie der AGES über Lebensmittelsicherheit und Hygiene im Privathaushalt (2011) hat aufgezeigt, dass Fehlverhalten beim Endverbraucher hauptsächlich durch zu lange Transportzeiten mit unterbrochener Kühlkette oder falsche Lagerung vorkommt. Ebenso werden zum Teil Aspekte der persönlichen Hygiene wie saubere Hände, Kleidung und Arbeitsflächen missachtet.

Diplomierte Gesundheits- u. Krankenpflegepersonen sind MultiplikatorInnen, wenn es um Schulung und Beratung sowohl in ihrem eigenen als auch im sozialen Umfeld von PatientInnen geht. Daher ist es notwendig, schon in der Ausbildung großes Augenmerk auf die Vermittlung dieser Inhalte zu legen.

Eine kurze Einführung über das Unternehmen als führendes privates Kompetenzzentrum für Lebensmittelsicherheit und einen sehr interessanten Einblick in die Welt der Lebensmittelkeime gab Dr. L. Reiner, §73 Gutachter für Mikrobiologie. Seine einfache und zugleich anschauliche Klassifikation anhand der Symptome als "die Guten, die Bösen und die Hässlichen" fesselte die SchülerInnen in hohem Maße. Anschließend folgte eine Führung durchs Haus, bei der SchülerInnen einen Einblick in die Laborarbeit gewinnen konnten.

Die Leiterin der Mikrobiologie der LVA, Maga Martina Humer, hatte schon Tage zuvor extra eine breite Auswahl von Proben bzw. Keimen auf Nährböden angezüchtet. Die Besonderheiten und Farbreaktionen zur Bestimmung jedes Keims wurden besprochen und konnten den SchülerInnen vor Augen geführt werden. Eine weitere Besonderheit des praktischen anschaulichen Lernens war der Blick durchs Mikroskop.

Eine Gruppe durfte an Hand einer Farbreaktionstabelle unter Anleitung einer LVA-Mitarbeiterin den Nachweis von Mikroorganismen mittels Enterotube® vornehmen.

Als Abschluss wurde ein kleiner Labor-Unfall simuliert und der Gebrauch der Augendusche als Erste Hilfe-Maßnahme praktisch ausprobiert. Da viele SchülerInnen damit zum ersten Mal Erfahrung sammelten, war für Gesprächsstoff gesorgt. Erst nach durchgeführter Händedesinfektion - unter dem strengen Blick der begleitenden Lehrerin Maga Birgit Wawschinek-Steuding - durften alle SchülerInnen den Laborbereich verlassen.

Der Besuch der LVA war dank der vermittelten theoretischen Inhalte, der plastischen und anschaulichen Materialien sowie der Übungsmöglichkeiten im Labor ein voller Erfolg. Die SchülerInnen waren sich einig, dass Lerngewinn und Wissenzuwachs erzielt werden konnten. Die angehenden Diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen konnten einen nachhaltigen Eindruck der Bedeutung von Lebensmittelsicherheit im Pflegebereich mitnehmen.